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Starker Standort
Berufsgenossenschaften Mainz/Wiesbaden stellen sich im rheinland-pfälzischen Landtag vor


Podiumsdiskussion
"Die Berufsgenossenschaften sind da, sie wirken aber außerhalb unserer Wahrnehmung", bemerkte der Vizepräsident des rheinland-pfälzischen Landtags Gerd Itzek in seiner Eröffnungsrede zum parlamentarischen Abend der Mainz/Wiesbadener Berufsgenossenschaften im Mainzer Landtag. Eine Feststellung die von einigen der rund 80 Gäste geteilt wurde. Die sechs BGen, nämlich BG Metall Süd, Fleischerei-BG, Papiermacher-BG, Lederindustrie-BG, Zucker-BG sowie BG Druck und Papierverarbeitung, sahen sich bestätigt, ihre Arbeit im Rahmen eines parlamentarischen Abends im Mainzer Deutschhaus, dem Sitz des rheinland-pfälzischen Landtags, vorzustellen.

In Anwesenheit von Ministerpräsident Kurt Beck sowie Staatssekretär Dr. Richard Auernheimer konnten die Parlamentarier eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema: "Berufsgenossenschaften - ein Modell für die Zukunft" verfolgen. Die beiden Sozialpartner Gerhard Herbst, rheinland-pfälzischer Landesbezirksvorsitzender und Hauptvorstandsmitglied der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten und Dr. Josef Anselm Wiedmann, Geschäftsführer der Buchmann Karton GmbH in Annweiler belegten eindrucksvoll, wie hoch die Arbeit der Berufsgenossenschaften von Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingeschätzt wird. In den Statements wurde immer wieder deutlich, dass es für das Prinzip der Branchengliederung in der gesetzlichen Unfallversicherungsträger keine wirkliche Alternative gibt. Dr. Albert Platz, Hauptgeschäftsführer der BG Metall Süd, erläuterte, dass Beitragsstabilität, rückläufige Unfall- und Erkrankungszahlen sowie eine schnelle Rehabilitation von Verunglückten zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland beitrage.

Ein anschließender Sicherheitsparcours vermittelte Praktisches aus der berufsgenossenschaftlichen Arbeit. Die Vorführung des Cuela-Systems des BGIA, mit dem Belastungen des Gelenk- und Muskelapparats erforscht werden, fand dabei große Beachtung. Beim anschließenden Abendessen blieb viel Raum und Zeit das Wissen über die gesetzliche Unfallversicherung zu vertiefen. Der Wissensdurst bei einigen Abgeordneten war so groß, dass lebhafte Diskussionen bis in den späten Abend geführt wurden. Erstes Fazit: Der Parlamentarische Abend verlangt nach Wiederholung. Es gilt noch viel Wissenswertes über die Arbeit der Berufsgenossenschaften zu erzählen.