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Fortbildung "Erste Hilfe bei Verätzungen am Auge"
Wie wichtig eine adäquate Erstversorgung bei
Verätzungen am Auge ist, erfuhren Betriebsärzte und Sanitäter
in einem Seminar, das in Zusammenarbeit mit der Zucker-Berufsgenossenschaft
veranstaltet wurde. Vor der diesjährigen Zuckerrübenkampagne
stellte dies einen Beitrag zu mehr Sicherheit in der Arbeitswelt dar.
Über die BG Zucker nahmen 20 Betriebsärzte und Sanitäter
an dem Kurs "Erste Hilfe bei Verätzungen am Auge" am
05.09.2005 in der Reha Nova in Köln-Merheim teil; darüber
hinaus nutzte auch die Firma Krauss-Maffei Kunststofftechnik die Möglichkeit,
einen Betriebssanitäter schulen zu lassen.
Neben dem ACTO-Vorsitzenden, Chefarzt Prof. Norbert
Schrage,
referierten Dr. med. Safwan Rihawi und CTA Markus Frentz über
neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Notfallversorgung
- alles auch vor dem Hintergrund von sozio-ökonomischen Überlegungen.
Die Charakterisierung von Chemikalien gehörte ebenso zum Paket
des vermittelten Basiswissens wie die Unterrichtung in der unterschiedlichen
Wirkung von Laugen, Säuren und Verbrennungen auf Haut und Auge.
In weiteren Vorträgen wurde die Korrelation zwischen zeitlicher
Einwirkung und typischen Reaktionen sowie klinische Verbrennungen
und Verätzungen vorgestellt. Im nächsten Block ging es
dann um die Gewebeprotektion, physikochemische Mechanismen der Therapie,
Modellexperimente zur Therapie und derzeitige Behandlungskonzepte.
Da zahlreiche Hersteller von Spüllösungen
die Fortbildung durch die Bereitsstellung von Produktmustern unterstützten,
konnten die Ärzte und Sanitäter auch praktische Tests
durchführen und viel Material mitnehmen. Denn nach der Theorie
hatten sie Gelegenheit, bei Spülversuchen am verätzten
Schweineauge die praktischen Auswirkungen verschiedener Ätzsubstanzen
und Spüllösungen kennen zu lernen. Anhand des dargestellten
Kurvenverlaufs der kontinuierlichen Messung der pH-Wertes am Auge
ließ sich der Verlauf von Verätzungen gut beobachten.
Sowohl im Selbstversuch als auch bei Übungen am Schweineauge
konnten die Teilnehmer ihre Erkenntnisse praktisch vertiefen. Eine
rege Diskussion mit den Referenten und untereinander zeugte von
großem Interesse.
Bei dem Kurs handelte es sich um eine von der Kommission für
augenärztliche Fortbildung des Berufsverbandes der Augenärzte
Deutschland zertifizierte Veranstaltung, die mit elf CME-Punkten
(Continuous Medical Education) in der Kategorie C bewertet wurde.
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