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Zucker-Berufsgenossenschaft unterzeichnet Vereinigungsvertrag
zur „BG Rohstoffe und chemische Industrie“
Die Vorsitzenden der Vorstände und Vertreterversammlungen der Partner-BGen nach der Vertragsunterzeichnung.

Die Zucker-Berufsgenossenschaft (Zucker-BG) hat gemeinsam mit den Berufsgenossenschaften Bergbau, Chemie, Lederindustrie, Papiermacher und Steinbruch ihren Fusionsvertrag unterzeichnet. Die neue Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) wird ihre Arbeit am 1. Januar 2010 aufnehmen. Sie wird etwa 35.000 Unternehmen mit derzeit rund 1,3 Millionen Versicherten betreuen.

„Für uns ist es wichtig, unsere Mitgliedsbetriebe in die Zukunft der gesetzlichen Unfallversicherung und ihnen einen Platz im Reigen der großen Branchen innerhalb der BG RCI erhalten zu können“, erklärte der Vorsitzende der Vertreterversammlung der Zucker-BG, Dr. Arnd Reinefeld, bei der feierlichen Unterzeichnung des Vereinigungsvertrags in Berlin. Insgesamt setzten 24 Vorsitzende von Vertreterversammlungen und Vorständen der Partner-BGen ihre Unterschriften unter das Vertragswerk.

„Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine der großen Pluspunkte unseres Sozialstaates und ich habe mit Respekt gesehen, wie die Selbstverwaltungen die Reform aktiv in die eigenen Hände genommen haben“, erklärte der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, der noch als zuständiger Bundessozialminister diese Fusion maßgeblich angestoßen hatte.

Sitz der BG RCI wird Heidelberg sein, wo sich bislang bereits die Hauptverwaltung der BG Chemie befand. Die Standorte Bochum, Mainz und Langenhagen werden neben Heidelberg ebenfalls wichtige zentrale Hauptverwaltungsaufgaben übernehmen.
Die neue Geschäftsführung wird aus Thomas Köhler, dem derzeitigen Hauptgeschäftsführer der BG Chemie, Theodor Bülhoff, Hauptgeschäftsführer der Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, sowie Ulrich Meesmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaften Lederindustrie, Papiermacher und Zucker, bestehen.
Vorgesehen sind sieben Bezirksdirektionen, denen teilweise noch Außenstellen angegliedert werden. Erhalten bleibt auf jeden Fall eine branchenorientierte Betreuung durch fachkundige Präventionsmitarbeiter.